Historische Bilder
Foto: Gustave Sommer

Geschichte

1878 entstand ein halbjähriger Ausbildungskurs Kindergärtnerin der „Warteschule“ in der Diakonissenanstalt Alten Eichen in Altona an der Schauenburger Straße.

1902 übernahm Schwester Gustave Sommer die Leitung des Seminars, was sie trefflich mit „Pflanzschule“ übersetzte. Schwester Gustave war eine herausragende Persönlichkeit, nicht wegen ihrer langen Amtszeit in der Pflanzschule von 1902 bis 1937, sie hatte ein Charisma, das alle Jahrgänge tief beeindruckte. (So waren bis 2009 unter den ehemaligen „Gustaven“ immer Adventsbriefe in Umlauf, um Segensgrüße und Nachrichten auszutauschen. Frank Nelamischkies, jetziger Schulleiter, hat an diesem Briefwechsel noch teilgenommen.

Einen der historischen Briefe können Sie hier aufrufen.

Unter der nationalsozialistischen Diktatur seit 1933 begannen die Eingriffe in Ausbildungsinhalte. 1937 verlangte die NS-Schulbehörde biblische Bilder und Kreuze zu entfernen und die Leiterin Gustave Sommer abzusetzen. Der Vorstand der Diakonissenanstalt beschloss daher, das Seminar „freiwillig“ zu schließen, um die Gleichschaltung zu verhindern, die an den staatlichen Schulen vorging.  

1960 wurde unsere Fachschule für Sozialpädagogik in Stellingen wieder eröffnet. Seitdem hat Alten Eichen kontinuierlich qualifizierte Erzieher und Erzieherinnen hervorgebracht, die weit über die Grenzen Hamburgs ihre Fachkenntnisse und das Evangelium in die Kinder- und Jugendarbeit tragen.

Seit 1999 führt Alten Eichen staatlich anerkannt mit großem Erfolg zwei Ausbildungen in zwei Schulformen durch: die Berufsfachschule für Sozialpädagogische Assistenz und die Fachschule für Sozialpädagogik für Erzieher und Erzieherinnen.

Foto: Gustave Sommer